Sehenswürdigkeiten im Valle Camonica

Das Valle Camonica erstreckt sich über 90 km vom Iseosee bis zum Tonale Pass. Es gibt viele Orte, die Ihr Interesse wecken könnten, die Ausflugsziele können zu Fuss, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder dem Auto erreicht werden.

In dieser Gegend befindet sich der erste Ort in Italien, der 1979 ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, bzw. hier befinden sich die grössten europäischen Ausgrabungen prähistorischer Kunst (von 8’000 v.Chr. bis zur römischen Besetzung), mit über 300’000 Felszeichnungen. Man findet Felszeichnungen fast im ganzen Tal, aber die höchste Konzentration ist im Nationalpark von Naquane, in Capo di Ponte, zwischen den beiden – für die Ureinwohner heiligen – Bergmassiven “Concarena” und “Pizzo Badile”. Ebenso in Capo di Ponte befindet sich der Park “Massi di Cemmo” aus der Kupferzeit, der archäologische Park von Seradina-Bedolina ebenfalls mit vielen Felszeichnungen und das MUPRE, das prähistorische Museum. Weitere Orte mit Felszeichnungen findet man im “Parco die Luine” (Gemeinde Darfo-Boario Terme) und im Reservat von Ceto-Cimbergo-Paspardo.

Bienno, wo wir uns befinden, ist eine mittelalterliche Stadt mit 3’500 Einwohnern, der historische Dorfkern ist der besterhaltene im ganzen Valle Camonica. Im Jahre 2014 organisierte der Fernsehsender RAI in seinem Programm “Am Fusse des Kilimanjaro” den Wettbewerb “Die schönsten Dörfer Italiens” (I Borghi più Belli d’Italia). Bienno belegte den fünften Platz. Zudem wurde die Stadt mit der “Orangen Flagge” des italienischen Touring Clubs ausgezeichnet, bzw. sie erhielt den “Qualitätsstempel Tourismus-Umwelt” der kleinen Orte und das Umweltzertifikat EMAS. Ein Spaziergang durch die engen Gassen des historischen Dorfkerns, noch wirkungsvoller in der Dämmerung dank einer wohl dosierten Beleuchtung, ist wie eine Reise in eine andere Zeit.

Von grossem Interesse sind:

  • Die von einem Wasserrad angetriebene Mühle aus dem 5. Jahrhundert, die auch heute noch mit den Mühlsteinen Mehl mahlt. Im oberen Stockwerk befindet sich das Museum “Das bäuerliche Leben”.
  • Das “Schmiede-Museum”, wird, wie die Mühle, mit Wasser aus dem “tausendjährigen” Kanal “Vaso Re” betrieben, der Geschichte schrieb und “dem Dorf der Schmiede” zu seinem Reichtum verhalf. Hier wurde das Eisen mithilfe der Wasserkraft geschmiedet. Während den Veranstaltungen “Biennale di Forgiatura” und “Mostra Mercato” kann man auch heute noch sehen, wie die Schmiede damals funktionierte.
  • Unter den Kirchen sticht zweifellos die Kirche “Santa Maria” hervor, die mit Fresken von Girolamo Romanino aus dem 6.Jahrhundert verziert ist.
  • Ende August findet die “Mostra Mercato Arti&Mestieri” statt, eine der wichtigsten Ausstellungen von Kunst und Handwerk in Italien mit über 200 Ausstellern, denen für diesen Anlass Innenhöfe und Keller zur Verfügung gestellt und für die Besucher geöffnet werden. Dadurch wir das historische Zentrum von Bienno noch faszinierender. Man kann sich an den Marktständen der Handwerker und Künstler umsehen, den verschiedensten Darbietungen und musikalischen Unterhaltung beiwohnen, man kann an Kunsthandwerkskursen teilnehmen und dem Schmied bei seiner Arbeit zusehen. An den zahlreichen Gastronomieständen gibt es die typischen Gerichte der einheimischen Küche zu probieren.

Wenige Kilometer von Bienno befinden sich die römischen Ueberreste des antiken Civitas Camunnorum (Cividate Camuno) und des Minervatempels (Breno) sowie das archäologische Nationalmuseum des Valle Camonica (Cividate Camuno), wo Funde aus der prähistorischen Zeit bis zum römischen Zeitalter ausgestellt sind.

Wenn Sie auf der Suche nach “kleineren” Kostbarkeiten sind, bietet Ihnen das Valle Camonica angenehme Ueberraschungen: Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Holzstatuen in Lebensgrösse entlang des Kreuzwegs von Cerveno, die Kirchen  Santissima Trinità und  Santa Maria Assunta in Esine, die Pieve von San Siro und das Kloster von San Salvatore (romanisch) in Capo di Ponte, die Wege, Gräben und Kunstgegenstände aus dem 1. Weltkrieg zwischen den Parks Adamello und Stelvio, das Museum aus dem 1. Weltkrieg in Temù, das Wasserkraft-Museum in Cedegolo, der bezaubernde See Lago Moro (Boario Terme), die Via Mala-Schlucht und vieles mehr. Wie bei allen Sehenswürdigkeiten muss man die Besuche gut planen unter Berücksichtigung der verschiedenen Oeffnungszeiten und der Ruhetage.

Falls Sie Aktivferien bevorzugen, hat Ihnen das Valle Camonica viel zu bieten:

  •  Rad- und Fusswege, Alpenpässe, die durch den Giro d’Italia bekannt wurden (Gavia, Mortirolo, Tonale, Crocedomini, Vivione und Montecampione);
  •  Regionalpark Adamello und Nationalpark Stelvio (Stilfserjoch);
  •  die vielen Strecken für Sommertrecking, herausragend ist der Sentiero n. 1, “Alta Via dell’Adamello” (die Strecke beginnt wenige Kilometer von unserem B&B), ist 65 km lang, führt über 2000 Höhenmeter und besteht aus fünf Etappen, übernachtet wird in Alphütten;
  • Strecken für Mountain Bike;
  • Ueberlebenstraining von Wolfpack Survival, eine der meist zitierten Schulen in Italien, mit Sitz auch in Bienno;
  • das Skigebiet Pontedilegno-Tonale (eines der grössten in den Alpen) mit seinen 100 km Pisten und Schneeschuh-Strecken;
  • die Skistationen von Borno-Monte Altissimo und Montecampione Ski Area.

Während Ihres Aufenthalts könnten Sie auch einen Tag am nahe gelegenen Iseo-See verbringen, wo Sie zwei weitere prämierte Dörfer von “I Borghi più belli d’Italia” besichtigen können: “Montisola”, die grösste Binnenseeinsel Europas mit ihrem 600 Meter hohen Hügel und “Lovere” mit der schönen Seepromenade. Sehenswert ist auch Pisogne und die Kirche “Santa Maria della Neve” mit Fresken von Romanino und die feenhaften Steinpyramiden von “Zone” usw.

Falls Sie sich einmal nur ausruhen möchten oder wenn Sie eine Alternative an einem Regentag suchen, können Sie in den “Terme di Boario” im SPA-Bereich einen Wellness-Parcours buchen.

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